Hilfsbereit und verantwortungsbewusst

Der Schulsanitätsdienst (SSD) der Friedrich-Ebert-Schule Pfungstadt wurde 2002 im Rahmen des PÄM-Programms und in Zusammenarbeit mit dem ASB-Darmstadt gegründet.

Die Statistiken der Unfallkasse in Hessen zeigen, dass die Unfallzahlen an Schulen, die sich an diesem vorbildlichen Projekt beteiligen, deutlich gesunken sind. „Auf solch ein Ergebnis kann man stolz sein, denn die Schüler*innen leisten hier gute Arbeit und engagieren sich in ihrer Freizeit für ihre ständige Weiterbildung.“, lobt der ehemalige ASB - Betreuer des SSD Rettungssanitäter Dieter Stockinger.

Die Mitarbeit im Sanitätsdienst bietet den Schüler*innen neben der Vermittlung von Fachwissen ein weites Feld zum sozialen Lernen. Hilfsbereitschaft sowie Verantwortungsübernahme sind bei diesem „Job“ gefragt. Auch Auseinandersetzungen während der Pausen werden seltener, da die Schulsanitäter*innen oft schon präventiv zur Hilfe gerufen werden und als Schlichter*innen eingreifen können.

Mit dem SSD sorgen die Schüler*innen für Sicherheit und schnelle Versorgung von größeren und kleineren Unfällen in ihrer Schule und können somit Lehrkräfte und das Sekretariat entlasten.

Der SSD der FES arbeitet nach einem Dienstplan und die Schulsanitäter*innen sind in den Pausen im Schulsanitätsraum erreichbar. In den Unterrichtsstunden werden die im Dienstplan eingetragenen Sanitäter*innen über die “SSD-Handys“ alarmiert, worauf sie sich anschließend mit einer Notfalltasche zum Unfallort begeben.

Im SSD engagieren sich Schüler*innen aller Altersgruppen freiwillig. Seit dem Jahr 2009 wird an der FES zusätzlich SSD als Sozial-AG in der 8. und 9. Jahrgangsstufe angeboten. Mittlerweile besteht der SSD aus 20-30 Schüler*innen. Betreut wird der SSD durch Herrn Kunkel.

In einem Schuljahr versorgen unsere Schulsanitäter*innen weit über 100 Patient*innen, teilweise auch mit ernsten Verletzungen. Außerdem ist der SSD auf allen Turnieren der Schule, beim Tag der offenen Tür und auf dem Sponsorenlauf präsent.

Damit im Notfall situationsgerecht geholfen werden kann, müssen die angehenden Schulsanitäter*innen eine Schulsanitätsausbildung beim ASB absolvieren, erst dann wird man in den Dienstplan eingeteilt.

Die Ausbildung besteht aus einem 16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs und einem einwöchigen SSD Lehrgang mit anschließender Prüfung. Wenn diese bestanden ist, darf man sich Schulsanitäter*innen nennen und kann in vielen Situationen gute Hilfe leisten.

Die SSD-Treffen finden alle zwei Wochen statt. In den Sitzungen frischen die Teilnehmer*innen ihre Kenntnisse auf, besprechen aktuelle Ereignisse und bilden sich fort. Bei diesen Treffen werden z.B. auch die Sicherheitsvorkehrungen bei sportlichen Events geplant (Turniere/Bundesjugendspiele).

Die FES verfügt über einen eigenen SSD-Raum (D-Bau, erster Stock, hinter dem Lehrerzimmer). Dieser ist zu jeder Hofpause von mindestens zwei Sanitäter*innen besetzt. Darüber hinaus besitzt die FES seit 2013 zwei eigene Simulationspuppen für die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Außerdem gibt es einen eigenen SSD Schaukasten, der im Flur des D-Gebäudes zu finden ist. Dort werden Bilder der Arbeit und der Einsätze sowie aktuelle Informationen ausgestellt.

Einige Schüler*innen aus dem SSD leisten bereits heute schon wertvolle Arbeit, entweder auf einem Rettungswagen oder bei größeren Veranstaltungen, wie z.B. dem Schloßgrabenfest. Dies geschieht selbstverständlich ehrenamtlich.