Das Fach Darstellendes Spiel ermöglicht den Schüler*innen in besonderer Weise die Entwicklung wichtiger Schlüsselqualifikationen. Im Bereich der Allgemeinbildung werden Ausdrucksvermögen, selbstständiges Lernen, Reflexionsfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit geschult. Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Kreativität, Selbstbewusstsein, Kritikfähigkeit, Ausdauer, Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit und Eigeninitiative bereichern die Persönlichkeitsbildung.

Theaterarbeit bietet ein Gegengewicht zum eher theoretischen Lernansatz anderer Fächer. Man muss sowohl Nähe zu anderen Mitspielern zulassen als auch Distanz wahren, sich auf andere verlassen und sich doch ganz konkret persönlich einbringen.

Jeder arbeitet an seiner Körperhaltung, seinem Ausdruck, seiner Mimik und Gestik, seiner Sprache und Sprechtechnik. Die Spielenden bringen sich selbst mit ihren Vorstellungen und Grenzen ein, lernen diese zu überprüfen und zu verschieben. Jeder muss sich ständig in Bezug zu den Mitspieler*innen setzen und sich selbst mithilfe der Sichtweisen anderer überprüfen. Jeder ist sowohl Spieler*in als auch Zuschauer*in. Die Arbeit ist prozesshaft und hat Projektcharakter. Dabei ist der Weg so wichtig wie das Ziel der gelungenen Präsentation.

Darstellendes Spiel (DSP) wird an der Friedrich-Ebert-Schule in der Sekundarstufe I in Form von Wahlpflicht- und Wahlunterricht oder Arbeitsgemeinschaften angeboten.

In der Sekundarstufe II gibt es ein dreistündiges Angebot von der E-Phase bis zum Abitur.

Der Unterricht in der E-Phase führt die Schüler*innen hauptsächlich auf praktischem Weg an die Theaterarbeit heran. Wenn es möglich ist, erfolgt am Ende der E-Phase bereits eine kleine Aufführung.

In Q1 und Q2 wird gezielt auf eine große Aufführung hingearbeitet. Dabei fließen bereits theoretische Hintergründe in die Theaterarbeit mit ein.

In Q3 und Q4 wird verstärkt Theatertheorie zum Unterrichtsgegenstand. Dabei wird die Theorie mit der Praxis verbunden und auf die Präsentationsprüfung im Abitur hingearbeitet. Regelmäßig finden Abiturprüfungen (Präsentationen) in DSP statt.

 

Für alle Oberstufenkurse gilt, dass möglichst mehrere Theaterbesuche im Jahr erfolgen sollen. Dabei sind es nicht nur Darmstädter Theater, die besucht werden.