Freitagsrunde

Konzeption und Durchführung der „Freitagsrunde“


Pädagogischer Hintergrund
Die Bündelung und Konzentration der Ermahnungen und Verwarnungen am Freitag nach der 6. Stunde soll, wie an anderer Stelle des schulischen Ordnungsrahmens auch, den Schülern und Schülerinnen deutlich vor Augen führen, dass Verstöße gegen die Schulregeln der FES nicht ohne spürbare Konsequenzen bleiben. Die Platzierung dieser pädagogischen Maßnahmen an einem Freitagmittag ist eine solche spürbare Konsequenz, weil sie in ungewohnter Weise in die vermeintlich selbstverständliche persönliche Zeiteinteilung von vielen Schülern und Schülerinnen am Wochenende eingreift.

Entlastung von Lehrkräften und schulischer Logistik
Die bisherige Praxis an unserer Schule,  die Organisation und Abwicklung pädagogischer Begleitmaßnahmen für Regelverletzungen  der Schüler und Schülerinnen den einzelnen Lehrkräften zu überlassen, ist arbeitsintensiv, schwierig sowie für die schulische Öffentlichkeit (Flur im Lehrerzimmerbereich, Lehrerzimmer) belastend und oft störend. Mit der Einführung der „Freitagsrunde“ können hier deutliche Verbesserungen und Erleichterungen für alle Beteiligten erreicht werden: Mit der Einführung der „Freitagsrunde“ werden zukünftig alle diese Maßnahmen verbindlich für die Lehrkräfte und die Schüler und Schülerinnen nur noch an diesem Tag und zu dieser Zeit unter Beaufsichtigung von Honorarkräften durchgeführt. Damit werden die Schule und alle Lehrkräfte deutlich entlastet.

Für welche Maßnahmen greift die Freitagsrunde?
Nach unserem Ordnungsrahmen kann der Verweis in die Freitagsrunde Folge einer Ermahnung oder einer Verwarnung sein (siehe Ordnungsrahmen). Ist der Verweis in die Freitagsrunde Folge einer Ermahnung oder wiederholten Ermahnung, kann die Lehrkraft entscheiden, ob die Verweildauer des Schülers oder der Schülerin eine oder zwei Stunden betragen soll. Ist der Verweis in die Freitagsrunde Folge einer Verwarnung, muss die Verweildauer grundsätzlich immer zwei Stunden dauern.

Arbeit in der „Freitagsrunde“

Der Verweis in die „Freitagsrunde“ muss immer mit einer konkreten Aufgabenstellung für die Schülerin oder den Schüler verbunden sein (Nacharbeiten, Zusatzaufgaben, Nachdenkprotokoll, Regelarbeit). Die Aufgabenstellung muss so gewählt sein, dass sie für die angegebene Verweildauer hinreichend ist. In der „Freitagsrunde“ sind grundsätzlich keine Materialien vorhanden.

Verfahren des Verweises
Für den Verweis in die „Freitagsrunde“ gibt es ein Formblatt (SWS-Ordner), das im Ankreuzverfahren ausgefüllt wird und bis Donnerstag, 6.Stunde, im Fach „Freitagsrunde“ (Sekretariat) abgelegt werden muss, soll der Schüler oder die Schülerin noch am folgenden Freitag die Runde besuchen.
In jedem Fall müssen die Eltern rechtzeitig informiert werden. Bei einer Verwarnung geschieht dies „automatisch“, weil eine Kopie an die Eltern zur Information gehen muss. Auf diesem Formular befindet sich bereits die Option „Besuch der Freitagsrunde“. Ist der Verweis in die Freitagsrunde die Folge einer Ermahnung, müssen die Eltern rechtzeitig vor dem vorgesehenen Besuchstermin formlos informiert werden.

Kontrolle
Das „Überweisungsformular“ wird während des Besuchs des Schülers oder der Schülerin in der „Freitagsrunde“ von den aufsichtsführenden Kollegen und Kolleginnen ausgefüllt (Ankunftszeit, Entlasszeit, Vorkommnisse) und geht zurück an die Lehrkraft, die den Verweis vorgenommen hat.

Zeiten und Besetzung

Die Freitagsrunde wird jeden Freitag ab 13.15 Uhr-14.45 Uhr geöffnet sein. Je nach Bedarf, den wir am Donnerstagmittag absehen können, werden 1-2 Räume geöffnet sein. Die betreffenden Räume werden noch rechtzeitig bekannt gegeben. Die Aufsichtsführung wird von qualifizierten Honorarkräften durchgeführt.